Verwaltungsgerichtsbarkeit neu:

Artikel 131 B-VG verteilt die Zuständigkeiten der Verwaltungsgerichte abschließend auf die Verwaltungsgerichte des Bundes und der Länder. Die Zuständigkeiten der neu geregelten Verwaltungsgerichtsbarkeit ergeben sich grundsätzlich unmittelbar aus dem B-VG. Bestehen jedoch einfachgesetzliche Regelungen, die eine Zuständigkeit eines Verwaltungsgerichtes des Bundes oder der Verwaltungsgerichte der Länder festlegen, sind diese maßgeblich (zB ApG oder ZÄG). Gemäß Art 131 Abs 2 B-VG erkennt das Verwaltungsgericht des Bundes über Beschwerden in Rechtssachen in den Angelegenheiten der Vollziehung des Bundes, die unmittelbar von Bundesbehörden besorgt werden, also in den Angelegenheiten der unmittelbaren Bundesverwaltung iSd Art 102 B-VG. In allen anderen Fällen, insbesondere wenn eine Angelegenheit in mittelbarer Bundesverwaltung besorgt wird, geht der Rechtszug an die Verwaltungsgerichte der Länder.